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Gegendarstellung

aus DER SPIEGEL 31/1992

Der Artikel »Die Kumpels von ,Target 21'« im SPIEGEL Nr. 24/1992 enthält Behauptungen über mich, auf die ich folgendes entgegne:

1. Der SPIEGEL behauptet, bei einer Haussuchung bei Frans Reyniers, dem Chef der Brüsseler Kriminalpolizei, seien Belege für ein Reyniers-Konto entdeckt worden, auf das allmonatlich DM 1.000,-- von einem Essener Konto der Dresdner Bank eingezahlt worden seien. Nun prüfe der belgische Ermittlungsrichter u. a., ob Reyniers einem deutschen Privatdetektiv, nämlich mir, den belgischen Polizeiapparat gegen Geld zur Verfügung gestellt habe. Die Bank verweigere jede Auskunft über das Konto. Dazu stelle ich fest: Die allmonatlichen Überweisungen stammen nicht - wie der SPIEGEL unter Berufung auf Reyniers referiert - vom BKA und sind nicht auf ein Konto von Frans Reyniers erfolgt, sondern auf ein Konto von dessen Ehefrau. Sie betrafen die Kosten einer von Frau Reyniers für mich unterhaltenen privaten Kontaktstelle. Soweit es um diese oder um sonstige Überweisungen von dem Konto geht, die einen Bezug zu Reyniers haben könnten, hat die Bank aufgrund eines belgischen Rechtshilfeersuchens vollständige Auskunft erteilt.

2. Der SPIEGEL behauptet, der belgische Ermittlungsrichter habe herausgefunden, daß ich 1976 von Reyniers die Unterstützung durch zwei Beamte erbeten hätte. Reyniers habe zwei Polizisten tagelang hin- und herfliegen lassen. Zum Einsatz gekommen seien sie nicht. Das ist unwahr. Eine solche Unterstützung habe ich von Reyniers weder erbeten noch ist sie durch ihn erfolgt.

3. Der SPIEGEL behauptet, das FBI habe mich wegen »Unklarheiten über Identität und Auftrag« in einem Hotel in Washington festgesetzt. Das ist unwahr. Das FBI hat mich nicht festgesetzt.

Werner Mauss

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