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KRIMINALITÄT Geld für Opfer

aus DER SPIEGEL 12/2001

Baden-Württembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP) wird in dieser Woche eine Stiftung zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern gründen. Die »Landesstiftung Opferschutz« soll Lücken in den Entschädigungsregelungen schließen helfen. Bisher haben Deutsche, die im Ausland Opfer eines Verbrechens werden, keine Entschädigungsansprüche; auch für Ausländer, die in Deutschland Gewalttaten zum Opfer fallen, weist laut Stuttgarter Justizministerium das Entschädigungsrecht »erhebliche Lücken« auf. Nicht einmal Schmerzensgeld wird Gewaltopfern gewährt. Die Stiftung soll jetzt »den Leuten helfen, die bisher durch alle Raster gefallen sind«, so Goll. Insgesamt 2,5 Millionen Mark stehen jährlich zur Verfügung - allerdings zunächst nur auf Landesebene: Bedürftige Baden-Württemberger sollen in Härtefällen bis zu 100 000 Mark erhalten. Die Stiftung, die mit Erlösen aus dem Verkauf des Landesanteils am Stromkonzern EnBW finanziert wird, kooperiert mit der Hilfsorganisation »Weißer Ring« und ist für private Zuwendungen offen.

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