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FLUGHAFEN Geld zurück

aus DER SPIEGEL 50/1998

Der Konzern Hochtief will von der nordrhein-westfälischen Landesregierung 20 Millionen Mark zurückfordern. Im vergangenen Jahr haben das Unternehmen und ein irischer Partner für 353 Millionen Mark 50 Prozent des Düsseldorfer Flughafens übernommen. Die Bezahlung des vollen Preises ist aber von der Geschäftsentwicklung abhängig. Hochtief will die Zahl der Flüge bis zum Jahr 2002 um rund zehn Prozent steigern. Gelingt das nicht, dann kann die Firma nach ihrer Überzeugung in den nächsten Jahren bis zu 100 Millionen Mark zurückverlangen. Bisher, so scheint es, kann Hochtief die Steigerung des Flugverkehrs nicht erreichen. Bei der Weltflugplankonferenz, welche die »Slots«, also die Flugbewegungen auf den Airports, für 1999 verteilte, schnitt Düsseldorf schlecht ab: ein Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zu diesem Jahr. Das Wirtschaftsministerium versteht den Vertrag anders: Eine Steigerung der möglichen Flugbewegungen sei vereinbart worden - wieviel letztlich geflogen werde, sei nicht Sache des Landes. 36 Flugbewegungen pro Stunde sind genehmigt. In der passagierschwachen Mittagszeit wird soviel gar nicht benötigt. Außerdem reservieren Fluggesellschaften manche Slots nur auf Vorrat - ohne dann tatsächlich zu fliegen.

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