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Geldbuße für Schnitker

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aus DER SPIEGEL 39/1983

Paul Schnitker, Präsident des deutschen Handwerks und zugleich Europa-Abgeordneter der CDU, muß mit einer Geldbuße rechnen. Der Lobbyist, der in

Münster einen Malereibetrieb führt, hat offenkundig die Regeln der Marktwirtschaft verletzt. Das Düsseldorfer Landeskartellamt ermittelte gegen Schnitker, weil er sich durch Preisabsprachen einen Maler-Auftrag der Volksbank in Münster gesichert haben soll. Konkurrenten, die um rund 200 000 Mark günstiger lagen und dennoch leer ausgingen, beschwerten sich beim nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium. Vergangene Woche wußten Schnitker-Parteifreunde bereits, wie das Verfahren ausgeht: Schnitkers Firma muß 20 000 Mark Geldbuße zahlen, Schnitker selbst noch mal 5000 Mark dazulegen.

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