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Geoffrey Robinson,

aus DER SPIEGEL 50/1998

60, Staatssekretär im britischen Schatzministerium, machte seiner Ehefrau Marie Elena, 58, einer Opernsängerin, ein vielbeachtetes Geschenk. Das mit geschätzten 30 Millionen Pfund Vermögen reichste Labour-Mitglied des britischen Parlaments, das sich wegen undurchsichtigen Finanzgebarens bereits einem parlamentarischen Ethik-Ausschuß stellen mußte, mietete ein ganzes Symphonieorchester für CD-Aufnahmen seiner Frau. Das Präsent, nicht unter einer hohen sechsstelligen Summe zu haben, soll der Ehefrau zu einer britischen Sangeskarriere verhelfen, nachdem sie bei der Heirat vor 31 Jahren auf eine solche zugunsten der politischen Karriere ihres Mannes verzichtet hatte. Ehemann Geoffrey indes hält Ehefrau Elena für »sehr begabt« und flog im vergangenen Jahr nach Kairo und nach Polen zu Auftritten seiner Ehefrau, um dort das zu hören, was er »ihre große, große Stimme« nennt. Ob die Karriere von Ehefrau Marie Elena jetzt so richtig durchstartet, steht dahin. John Allison, Mitherausgeber des Magazins »Opera«, urteilte bereits vornehm vernichtend: »Sie ist nicht das, was man 'wichtig' für die Opernwelt nennt, aber in schöner Regelmäßigkeit läßt sie von sich hören.«

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