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Georges Pompidou

aus DER SPIEGEL 20/1966

Georges Pompidou, 54, französischer Ministerpräsident, diskutierte nach einer Kabinettssitzung mit Außenminister Maurice Couve de Murville und dem Minister für Jugend und Sport, Francois Missoffe, über die Aussichten der Gaullisten bei den Parlamentswahlen Anfang nächsten Jahres und fragte dabei Couve, der in einem Pariser Stadtbezirk kandidiert, was er seinem wichtigsten Wahlkampf-Kontrahenten, Edouard Frédéric-Dupont, sagen werde, falls er von ihm aufgefordert würde, sich zur Anti-Baby-Pille zu äußern. Couve: »Ich werde antworten, daß Fragen dieser Art mich nicht interessieren.« Darauf Pompidou: »Ich bin nicht sicher, ob das wirklich die Sprache ist, die die Wähler erwarten.« Missoffe, Vater von sieben Kindern, zu Couve: »Sie brauchen zu Frédéric-Dupont nur zu sagen: 'Wenn Ihre Frau Mutter die Pille genommen hätte, dann hätten wir heute nicht das Vergnügen, Sie hier zu haben'.«

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