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Briefe

GERBER-HANDWERK
aus DER SPIEGEL 43/1964

GERBER-HANDWERK

Sie veröffentlichen ein Bild von der Kampftruppenschule I der Bundeswehr in Hammelburg anläßlich einer Truppenschau »Drei Jahrhunderte deutsche Infanterle«. Die SPIEGEL-Gutachter

müssen die Front sehr oberflächlich abgeschritten haben, sonst hätten sie bemerken müssen, daß Stilbrüche nicht nur bei den friderizianischen Soldaten zu finden sind, sondern auch beim Brigadegeneral Gerber.

Laut ZDV (Zentrale Dienstvorschrift der Bundeswehr) 3/2 wird der Militärische Gruß so ausgeführt, daß »die Hand mit ausgestreckten, geschlossenen Fingern dicht über der Schläfe so an die Kopfbedeckung gelegt wird, daß der Handrücken nach oben zeigt. Der Ellbogen ist bis in Schulterhöhe angehoben. Unterarm und Hand bilden eine etwa gerade Linie. Der linke Arm hängt wie in der Grundstellung herab, jedoch ohne den Oberschenkel zu berühren«. Unter Grundstellung versteht man unter anderem, daß »die Hände geschlossen sind und mit der Handwurzel und der Außenseite der Finger den Oberschenkel berühren. Der Daumen liegt ausgestreckt am Zeigefinger«.

Meiner Meinung nach hat der General nur in einem Punkt die Dienstvorschrift befolgt, indem er die rechte Hand zum Gruß angelegt hat und nicht die linke.

Hamburg JAN-HERMS REICH

Gefreiter d. R.

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