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Briefe

GERINGER ERLÖS
aus DER SPIEGEL 31/1960

GERINGER ERLÖS

In Ihrer Geschichte über die prekäre Arbeitskräfte-Lage im Ruhrgebiet haben Sie eine Gewinnsumme von 50 Millionen Mark als Verdienst der Zechen aus dem Verkauf von zweieinhalb Millionen Tonnen Halden-Kohle genannt. Da der SPIEGEL nicht zu Unrecht von einem großen Teil seiner Leser als Dokumentationsquelle gewertet wird, darf hierzu ausnahmsweise festgestellt werden, daß ein solcher Gewinn in den Büchern der Ruhrzechen nicht zu finden ist; denn einmal hat sich der Wert der jahraus, jahrein jedem Wetter ausgesetzten Halden-Kohle durch Schwund und Minderwert erheblich verringert. Weiter kann man die beträchtlichen Transport- und Verladekosten nicht übersehen, die dann besonders hoch werden, wenn die Kohle auf provisorischen Lagerflächen gehaldet und jetzt wieder abgefahren wird. Diese beiden Faktoren allein verringern den »Gewinn« um mehr als die Hälfte. Im gleichen Zeitraum mußte der Ruhrbergbau aber auch noch 255 Millionen Mark für die Ablösung von US-Importkohle und zusätzlich eine Steigerung der Arbeitskosten auf annähernd 60 Prozent des Brutto-Produktionswertes verkraften...

Essen

K. F. GROSSE

Unternehmensverband Ruhrbergbau

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