Zur Ausgabe
Artikel 4 / 66
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Hausmitteilung Google / Titel / Gaza

aus DER SPIEGEL 24/2014
Rosenbach, Schulz, Schmidt, Höges in London

Rosenbach, Schulz, Schmidt, Höges in London

Foto: ANDREA ARTZ / DER SPIEGEL

Die Algorithmen der Suchmaschine Google bestimmen, was der moderne Mensch wahrnimmt - und auch, was er nicht sieht. Deshalb gilt Google-Chairman Eric Schmidt als einer der mächtigsten Menschen der Welt, deshalb auch wird die Kritik an Google immer lauter. Die SPIEGEL-Redakteure Clemens Höges, Marcel Rosenbach und Thomas Schulz trafen den Amerikaner mit deutschen Vorfahren in der Londoner Google-Niederlassung, es ging um die NSA-Affäre, um Privatsphäre im Netz und um den Vorwurf, Google erdrücke Konkurrenten. Zuvor erzählte Schmidt, warum er Angela Merkel so schätzt: Bei einem Empfang im Weißen Haus hätten sie geplaudert, sagte Schmidt - Merkel, Barack Obama und er. Als er ein paar Feinheiten des Betriebssystems Android erklärte, habe sein Freund Obama bald passen müssen. Mit der Physikerin Merkel hingegen habe er reden können, sie sei einfach wunderbar rational. Viel mehr Länder, findet Schmidt, sollten von Naturwissenschaftlern regiert werden. zum Artikel 

Der Chor der evangelischen St.-Nikolai-Gemeinde im Hamburger Stadtteil Harvestehude ist riesig: 130 Sänger treffen sich jeden Donnerstagabend, zurzeit studieren sie das von dem Komponisten Max Reger vertonte Vaterunser ein. Redakteurin Susanne Beyer hat sich für die Titelgeschichte eine Chorprobe angehört. Sie wurde Zeugin eines Konflikts: Immer wieder müssen die Sänger die Stelle »Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit« üben, sie müssen Gott preisen, obwohl viele von ihnen mit dem tradierten Gottesbild der Bibel Probleme haben. »Die Religion mit dem Verstand nicht zusammenbringen zu können, das ist ein Dilemma, in dem sich viele Gläubige heutzutage befinden«, sagt Beyer. Moderne Philosophen haben das Problem erkannt. Sie suchen einen Ausweg, einige schlagen sogar einen Glauben ohne Gott vor. Beyer und ihr Kollege Romain Leick - sie protestantisch, er katholisch - sind in ihrer Geschichte dem Gedanken nachgegangen, ob eine Religion ohne Gott die Grenze zwischen Atheisten und Theisten aufheben könnte. zum Artikel 

Zweimal im Abstand von fünf Monaten besuchte Redakteurin Barbara Hardinghaus den Gazastreifen, Teil der palästinensischen Autonomiegebiete. Sie wollte die Geschichte zweier Teenager erzählen, die geheiratet hatten, weil sie hofften, als Eheleute ein besseres Leben zu führen: Bräutigam Ahmed war 15, Tamara, die Braut, 14 Jahre alt. Wie sehr die politische Lage das Leben im Gazastreifen einschränkt, erfuhr Hardinghaus bei der Einreise. Weil in Israel drei Feiertage hintereinander lagen, blieb auch der Checkpoint Erez drei Tage lang geschlossen, sie musste früher anreisen. Während der Feiertage leeren sich die Regale in den Geschäften, vor den Tankstellen bilden sich Schlangen. Wenn der Kontrollpunkt Ferien macht, können weder Benzin noch Lebensmittel nach Gaza gelangen. zum Artikel 

Mehr lesen über Verwandte Artikel
Zur Ausgabe
Artikel 4 / 66
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.