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Gregor Gysi,

aus DER SPIEGEL 7/1999

51, Frontmann der PDS im Bundestag, wartet seit neun Jahren auf Post von Genossen. 1990, Gysi war Parteichef der SED-Nachfolger, beantragte er für seine »Demokratischen Sozialisten« einen Beobachterstatus für die »Sozialistische Internationale« (SI), den weltweiten Verbund sozialistischer und sozialdemokratischer Parteien. Aber die Bonner SPD-Bosse, traditionelle Vormacht der SI, mochten sich bis heute nicht entscheiden. In den Club aufnehmen mögen sie die Ost-Partei mit DDR-Geruch nicht, förmlich absagen wollen sie auch nicht, mit Rücksicht auf die Linksparteien in anderen Ländern, etwa in Italien oder Frankreich. »Inzwischen«, spottet Gysi über die Zwangslage der Bonner, sei es »doch selbst für Sozialdemokraten eine lange Bearbeitungszeit« geworden.

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