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Aufsehen um Post auf Instagram Greta Thunberg teilt Aufruf zu globalem Streik von propalästinensischer Organisation

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg hat auf Instagram einen Beitrag geteilt. Die Organisation, die hinter dem Posting steckt, veröffentlichte zuvor bereits einen Spruch, der als Aufruf zur Auslöschung Israels verstanden werden kann.
Greta Thunberg in London

Greta Thunberg in London

Foto: Handout / Getty Images

Es fällt dieser Tage besonders auf, was Menschen mit reichweitenstarken Accounts in sozialen Netzwerken posten, wozu sie Stellung beziehen und wozu nicht. Die Klimaaktivistin Greta Thunberg sorgt nun mit dem Beitrag einer Organisation für Aufsehen, den sie in ihrer Instagram-Story  teilte. Darin wird zu einem globalen Streik am Freitag aufgerufen – um ein Zeichen »gegen den Genozid in Gaza und den repressiven Terror vieler westlicher Staaten gegen alle, die sich solidarisch mit Palästina zeigen und danach handeln«.

Die Organisation »Palästina Spricht« erstellte den Beitrag auf Instagram bereits vor vier Tagen. Nach eigenen Angaben handelt es sich um eine »politische, feministische, demokratische, antirassistische Bewegung in Deutschland für palästinensische Rechte«. Auf dem Account finden sich etwa kritische Statements zu verbotenen Demonstrationen in Berlin. In einem Beitrag heißt es »Free Palestine from the river to the sea«. Gemeint ist die Fläche zwischen Jordan und dem Mittelmeer, der Spruch kann daher als Aufruf zur Auslöschung des Staates Israels verstanden werden. In der Vergangenheit wurde auf dem Account außerdem zur Unterstützung einer Klage aufgerufen, in der es um den »Anti-BDS Beschluss des Deutschen Bundestags« ging. BDS steht für »Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen«. Dies richtet sich unter anderem gegen Waren aus Israel sowie die Zusammenarbeit in Kultur und Wissenschaft.

Aktuell lassen sich auf dem Account von Thunberg keine Inhalte finden, die auf die israelische Seite eingehen würden.

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Die Klimaaktivistin ist bereits 2021 mit einem Post zum Konflikt zwischen Israel und der Hamas aufgefallen. Zu einem Beitrag der Autorin Naomi Klein, die Israel »ein Kriegsverbrechen nach dem anderen« vorwarf, schrieb Thunberg: »Niederschmetternd, den Entwicklungen in Jerusalem und Gaza zu folgen. #SaveSheikhJarrah«. Dass Raketen der Hamas auch damals auf Israel gefeuert wurden, kommt dabei nicht vor. (Wann und wie der Konflikt zwischen Israel und Palästina begann, können Sie hier  nachlesen).

Seit dem Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober kam es etwa in Berlin immer wieder zu propalästinensischen Demonstrationen, bei denen einige Teilnehmer die Hamas bejubelten. Zudem wurden antiisraelische Schmierereien und Davidsterne an Häusern entdeckt. Jüdische Berliner sorgen sich um ihre Sicherheit. Wegen befürchteter extremistischer Äußerungen erließ die Polizei Demonstrationsverbote. Trotzdem versammeln sich immer wieder propalästinensische Gruppen.

ani