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Briefe

Große Glaubwürdigkeit
aus DER SPIEGEL 51/2009

Große Glaubwürdigkeit

Nr. 49/2009, Kino: SPIEGEL-Gespräch mit Til Schweiger über seinen Film »Zweiohrküken« und seinen Aufstand gegen die Kritiker

Man mag zu seinen Filmen stehen, wie man will, als Produzent weiß Schweiger, was er tut: Er gibt dem Zuschauer, was dieser will. Diese Einstellung, nämlich unterhalten zu wollen und sich nicht dafür zu schämen, sollten mehr Regisseure und Produzenten verinnerlichen. Der deutsche Film kann nicht überleben, wenn er nur auf Festivals und nachts auf Arte stattfindet.

MANNHEIM RENATUS TÖPKE

Schweigers Berechtigung, Filme für die breite Masse zu machen, will ich gar nicht bestreiten. Aber er sollte nicht Filmfestivals diffamieren, von denen er keine Ahnung hat. Annecy ist eines der führenden, wenn nicht das wichtigste Festival für Animationsfilm.

KÖLN JAKOB WEISS

»Zweiohrküken« ist billige Gaghascherei, wie sie peinlicher nicht sein könnte. Der Charme, die Leichtigkeit und Liebenswürdigkeit von »Keinohrhasen« wird mit Füßen getreten. »Zweiohrküken« hat das Niveau und den Witz eines Mario Barth oder Oliver Pocher an einem schlechten Tag, aber doch bitte nicht eines »Keinohrhasens«.

HAMBURG JUDITH STAHNKE

Ich kann Schweiger sehr gut folgen, wenn er den Film den Kritikern vorenthält. Ich wäre um den Spaß bei den hervorragenden »Keinohrhasen« gebracht worden, wäre ich der Kritik gefolgt.

GAU-BISCHOFSHEIM (RHEINL.-PF.) YVETTE SILLO

Die Tatsache, dass Schweiger in der Rolle des Machos gesehen wird, hängt wohl mit der großen Glaubwürdigkeit zusammen, die er mit Aussagen erlangt wie »... sitzt du vor einer gelangweilten, übergewichtigen Casterin, die lustlos ihren Text runterspult ...«

WIEN ALEXANDER ESCHIG

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