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Gunda Röstel,

aus DER SPIEGEL 47/1998

36, Sprecherin der autokritischen Partei Bündnis 90/Die Grünen, mußte erkennen, daß im Schienenverkehr auch kein leichtes Fortkommen ist. Die etwas kurzsichtige Politikerin wollte von Berlin nach Chemnitz mit dem Zug fahren, also mit Koffer Bahnhof Friedrichstraße rauf und rein in die S-Bahn zum Bahnhof Lichterfelde, aber welchen Zug auf welchem Gleis um wieviel Uhr? Die Grüne schimpft auf dem Bahnsteig, die Fahrpläne der Deutschen Bahn AG und der Berliner Verkehrs AG sind in kleiner Schrift nur schwer entzifferbar, auch aus zehn Zentimeter Sichtabstand. »So wird das auch nichts mit dem Öffentlichen Personennahverkehr«, wettert die Grüne, »wenn so ein blindes Huhn mal schnell 'nen Zug sucht, stehste da in Berlin und kannst nix lesen.« Am Ende schafft Gunda Röstel es doch noch und springt mit dem Pfiff auf den Interregio nach Chemnitz. Sie freut sich: immerhin viel Platz und kein Stau.

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