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BUNDESRAT Härter gegen Doping

aus DER SPIEGEL 19/2007

Im Bundesrat deutet sich eine Mehrheit für eine Verschärfung des geplanten Anti-Doping-Gesetzes an. Schon an diesem Freitag könnte das Ländergremium dem Bundestag einen entsprechenden Vorschlag machen. In zwei von drei zuständigen Ausschüssen haben sich die meisten Ländervertreter dafür ausgesprochen, dass in Zukunft neben dem Besitz auch Import und Erwerb »nicht geringer Mengen« bestimmter Doping-Mittel strafbar sein sollten. Außerdem sollten Fahnder zur Verfolgung von Doping-Kriminalität in Zukunft Telefone und E-Mails überwachen dürfen. Auch soll eine Kronzeugenregelung gelten. Einige Anträge der bayerischen Vertreter - etwa der, die Strafbarkeit von Besitz und Erwerb auf alle Arten von Doping-Mitteln unabhängig von deren Menge zu erweitern - fanden keine Mehrheit. In der Praxis, so die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU), ergäben sich so aber Probleme: Den Staatsanwälten seien doch »weitestgehend die Hände gebunden«, wenn sie vor jeder Hausdurchsuchung erst einmal nachweisen müssten, dass ein Sportler »große Mengen an Dopingmitteln besitzt«.

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