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Hans Eichel,

aus DER SPIEGEL 52/1999

57, Bundesfinanzminister, fand für sein jüngstes politisches Werk eine ausgefallene Begründung. Befragt, warum er denn das überraschende Vorziehen der großen Steuerreform von 2002 auf 2001 noch vor Weihnachten bekannt gegeben habe, antwortete der Hesse trocken: »Damit ich mir das Geschrei von Frau Scheel während der Feiertage nicht anhören muss.« Die grüne Vorsitzende des Finanzausschusses Christine Scheel hatte Kassenwart Eichel per Interviews immer wieder zu einer mutigen Reform treiben wollen. Um sich keinem Chauvinismus-Verdacht auszusetzen, hatte Eichel der Parlamentarierin den Scherz schon mitgeteilt, bevor er ihn in Berlin verbreitete. Die grüne Finanzexpertin konterte kühl: »Hauptsache, der Minister steuert in finanzpolitischen Fragen auf grünem Kurs.«

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