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Harold Washington

aus DER SPIEGEL 19/1985

Harold Washington, 63, farbiger Bürgermeister von Chicago, stößt bei dem Bemühen, seine Wiederwahl in zwei Jahren zu sichern, heute schon alte Wahlkampfgefährten vor den Kopf. So spielt er mit dem Gedanken, aus der Demokratischen Partei auszutreten und damit die Stimmen der Weißen zwischen Republikanern und Demokraten zu splitten. Er selber werde dann mit den Stimmen der Schwarzen - immerhin 40 Prozent der Bevölkerung von Chicago - wieder zum Stadtoberhaupt gewählt. Daß er mit einem solchen Schritt die Unterstützung prominenter Demokraten wie Edward Kennedy verlieren würde, glaubt er verschmerzen zu können: »Bei allem Respekt vor Mr. Kennedy, aber wen interessiert der schon?«

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