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Haus-Schelte bei Springer

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aus DER SPIEGEL 52/1987

Die Barschel-Affäre macht Journalisten des Axel Springer Verlags schwer zu schaffen. Die Einstellung Reiner Pfeiffers bei Springer und seine Vermittlung zu Wahlkampfzwecken nach Kiel kritisierte der Gesamtbetriebsrat des Konzerns auf seiner Konferenz in Berlin als »Schlag ins Gesicht für all die Kollegen, die seit vielen Jahren gut und seriös arbeiten«. »Wo wir gehen und stehen«, klagte »Bild«-Redakteurin Ute Daum-Stummer, »werden wir alle darauf angesprochen.« Ein Kollege vom »Hamburger Abendblatt": »Mir fällt es nach allem schwer, an die Überparteilichkeit des Hauses zu glauben.« Die Delegierten verurteilten »auf das schärfste« die »Verquickung von Verlags- und Parteiinteressen« und forderten, daß »in diesem Hause Moral nicht nur ein geschriebenes Wort bleibt«. Vorstandschef Peter Tamm, dem Betriebsräte »ein gerüttelt

Maß Mitschuld an den bösen Schlagzeilen über den Verlag« gaben, zeigte sich in seiner Erwiderung auf die Kritik »verwundert darüber«, daß »auch unsere Journalisten die Überparteilichkeit des Hauses bezweifeln - durch diesen einzigen Fall«.

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