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Hausmitteilung New York / Titel / Moria / Hongkong

aus DER SPIEGEL 12/2021
Pitzke

Pitzke

Foto: Scott McIntyre / DER SPIEGEL

Marc Pitzke, Korrespondent in New York, hatte vor rund einem Jahr über eine Stadt im Ausnahmezustand berichtet, auch Bekannte von ihm waren an Corona gestorben. Nun besuchte er eine Sporthalle in Brooklyn, in der bis zu 3000 New Yorker täglich geimpft werden. Spätestens ab Mai sollen sich alle Amerikaner impfen lassen können. Wie die USA diese Wende geschafft haben, beschreibt Pitzke  zusammen mit Kollegen. »New York erwacht wieder zu neuem Leben«, sagt er, »überall ist zu spüren, dass die Menschen hier neue Zuversicht schöpfen.« Anders sieht es in Deutschland aus, wie ein Team um Ullrich Fichtner in der Titelgeschichte schildert: Föderales Chaos, Überbürokratisierung, schlechtes Management und eine planlose Regierung verzögern die Impfkampagne, während die Infektionsraten wieder steigen – und erneut Verschärfungen drohen. zum Artikel 

Hardinghaus, Mohammad

Hardinghaus, Mohammad

Im vergangenen Jahr nahm Deutschland nach langem politischem Ringen rund 200 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf, die in griechischen Flüchtlingslagern gestrandet waren. Wer für die Rettung war, wer dagegen, welche Rolle Zufälle und politische Interessen spielten, haben Barbara Hardinghaus und Britta Stuff mit Kollegen in Griechenland, Berlin und Brüssel recherchiert. Hardinghaus reiste in das Camp Moria, um mit Flüchtlingen zu sprechen, unter anderem traf sie den damals 17-jährigen Mohammad, der sich von Iran aus allein auf den Weg gemacht hatte. »Um Menschen wie ihm wirklich zu helfen, muss sich Europa endlich auf eine humane Flüchtlingspolitik einigen«, sagt Hardinghaus. zum Artikel 

Leung, Zand

Leung, Zand

Foto: Bernhard Zand / DER SPIEGEL

Was macht man als politischer Aktivist in Hongkong, wenn die Polizei eine Vorladung schickt, wenn ein Prozess bevorsteht, eine lange Haftstrafe droht? Man packt frische Unterwäsche ein, verabschiedet sich von der Ehefrau und geht dann zur Polizeiwache. So zumindest hat es Leung Kwok-hung gemacht, in Hongkong bekannt als »Long Hair«, angeklagt wegen Verschwörung zum Umsturz. Korrespondent Bernhard Zand hat ihn und andere Aktivisten, Politiker und Unternehmer begleitet für ein Porträt über die Frontstadt Hongkong, die früher einmal ein Versprechen war für Freiheit und Gerechtigkeit, aber dieses Versprechen ist verblasst. Zand: »Bei manchen Begegnungen frage ich mich, ob die Gesprächspartner bald im Gefängnis verschwinden.« zum Artikel 

Die »Black Lives Matter«-Bewegung sorgte dafür, dass in den USA intensiv über den Kolonialismus diskutiert wurde, in Deutschland aber blieb es merkwürdig ruhig. Unwissen über die Vergangenheit mag ein Grund gewesen sein. Die aktuelle Ausgabe von SPIEGEL GESCHICHTE zeigt an vielen Beispielen, dass Deutschland als Kolonialmacht weder unbedeutend war noch weniger aggressiv. Der Wunsch, über ferne Länder zu herrschen, war in der Gesellschaft tief verwurzelt und hat Folgen, die bis in die Gegenwart reichen. SPIEGEL GESCHICHTE »Der deutsche Kolonialismus« ist von Dienstag an im Handel.

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