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Hausmitteilung HAUSMITTEILUNG 7. Dezember 1998 Lafontaine

aus DER SPIEGEL 50/1998

Bevor er am vergangenen Freitag in Washington zum Weltökonomen wurde, nutzte Bundesfinanzminister Oskar Lafontaine, 55, den Anflug im Bundeswehr-Airbus zur Presseschelte. Für die wenig schmeichelhaften Berichte in amerikanischen Zeitungen fand er vor mitreisenden Journalisten eine einfache Erklärung: »Dort gibt es eine Community, die sich gegenseitig immer falsch informiert.« Den Unmut über die schlechte Presse zu Hause bekam SPIEGEL-Redakteur Christian Reiermann, 36, zu spüren. Lafontaines Staatssekretär Heiner Flassbeck, 47, zog ihn wegen des Berichts über einen geplanten, dann aber gescheiterten Vorstoß für stabile Wechselkurse (SPIEGEL 47/1998) persönlich zur Rechenschaft: »Bestellen Sie Ihrem Informanten, wenn er das noch mal macht, geht es ihm schlecht.« Reiermann war kurz irritiert, fragte dann nach und stellte erleichtert fest: Flassbeck hatte nur geblufft.

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