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Hausmitteilung Hausmitteilung Croissant

aus DER SPIEGEL 43/1992

In Haftanstalten interviewte der SPIEGEL schon den RAF-Aussteiger Peter Jürgen Boock (9/1981, 39/1988, 25/1990) und den italienischen Terroristen Valerio Morucci (31/1986), die RAF-Getreue Irmgard Möller (21/1992) sowie den Amerikaner Roger Coleman (21/1992) eine Woche vor seiner Hinrichtung, vor allem aber den ehemaligen Stasi-Häuptling Erich Mielke im Gefängnis Berlin-Moabit (36/1992). Um den Moabiter U-Häftling Nr. 3703/2, den ehemaligen RAF-Anwalt Klaus Croissant, zu sprechen, benötigten die SPIEGEL-Redakteure Uly Foerster und Bruno Schrep einen Beschluß des Ermittlungsrichters beim Bundesgerichtshof - der Generalbundesanwalt hatte widersprochen. Doch am 14. Oktober faxte BGH-Richter Dr. Bode den SPIEGEL-Leuten seine zustimmende Entscheidung, am 15. Oktober konnte das Interview im Beratungsraum 411 stattfinden (Seite 148) - genehmigt waren zwei Stunden, in Gegenwart von zwei Beamten des Bundeskriminalamts. Zum Vorwurf der Agententätigkeit für die DDR sagt Croissant: »Ich halte die DDR auch heute noch, rückblickend, für den besseren deutschen Staat.« Na bitte.

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