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Hausmitteilung Hausmitteilung Mielke

aus DER SPIEGEL 42/1993

Der U-Häftling, 85, liest unter anderem die taz, aber er nennt sie »Tass«. Absicht? Alter? Die SPIEGEL-Redakteure Georg Mascolo und Joachim Preuß, die den einstigen Stasi-Allgewaltigen Erich Mielke wenige Tage vor der Urteilsverkündung im Gefängnis Berlin-Moabit sprechen konnten - als einzige Journalisten, eine dreiviertel Stunde lang -, gewannen vom Gesundheits- und Gemütszustand des DDR-Fossils einen widersprüchlichen Eindruck: Einerseits möchte Mielke sich mit Blick auf die erstrebte Haftverschonung möglichst hinfällig geben, andererseits fühlt er sich in einer Heldenrolle und »will nicht als Jammerlappen erscheinen«. Preuß: »Seine einzige Krankheit ist sein Alter« (Seite 63).

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