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Heinrich Becker

aus DER SPIEGEL 11/1960

Heinrich Becker, 54, seit Jahresfrist Präsident des Bonner Landgerichts, H-Spalter der Geschäftsverteilung, verärgerte durch kostspielige Renovierung seines Dienst- und seines Vorzimmers die Richterschaft, die noch immer ordentlicher sanitärer Anlagen entbehrt. Durch Herausbrechen einer Wand ließ Becker trotz drückender Raumnot seinen repräsentativen Arbeitsraum verdoppeln,

so daß sein Zimmer künftig größer ist als der kleinste Sitzungssaal. In das neue Dienstzimmer mit indirekter Beleuchtung und gelber, tonschluckender Decke wird über eine Seite hinweg ein hölzerner Wandschrank installiert Da der Gerichtspräsident außerdem moderne Klappfenster in seinen Räumen anbringen ließ, fällt sein Amtssitz schon von der Fassade her ins Auge.

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