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Heinrich Lübke

aus DER SPIEGEL 37/1966

Heinrich Lübke, 71, Bundespräsident, der auf seinen Reisen stets Fünfmarkstücke zur Belohnung der ihn begrüßenden Kinder in der Rocktasche hat, suchte am vorletzten Freitag - als er mit seiner Frau und dem thailändischen Königspaar Bhumibol und Sirikit Würzburg besuchte - vergeblich nach zwei Münzen, mit denen er zwei Mädchen für die Überreichung von Blumen an die Königin und Frau Lübke danken wollte. Der Präsident lieh sich von einem Begleiter einen Zehnmarkschein und gab ihn den Kindern mit der Aufforderung, gerecht zu teilen. Anschließend ließ er sich von einem Referenten Fünfmarkstücke besorgen. Als Lübke eine Stunde später auf einem Spaziergang durch die Würzburger Festungsanlagen die beiden Mädchen zufällig wiedersah, winkte er sie zu sich. Der Präsident, »sauerländischer Schelm, der er ist« (FAZ): »Gebt mir mal den Zehnmarkschein wieder.« Die Kinder parierten; sie erhielten daraufhin je ein Fünfmarkstück.

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