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Helmut Schmidt

aus DER SPIEGEL 21/1986

Helmut Schmidt, 67, SPD-Bundestagsabgeordneter und »Zeit«-Herausgeber, wird demnächst wieder im Bundeskanzleramt zu finden sein - in Öl. Der Einzug Schmidts in die Galerie der Ex-Kanzler verzögerte sich weil so einfach ein Künstler für ihn nicht zu finden war: Das Kanzleramt, das zahlt, verlangt etwas »Realistisches«. Schmidt der die Wahl hat, zieht Expressionisten vor. Nach einigen Sitzungen und Skizzen (Abb.) in Hamburg entschied sich der Genosse jetzt für den DDR-Maler Bernhard Heisig. Der zählt Otto Dix und Max Beckmann zu seinen Vätern und fühlt sich der »Tradition des Expressionismus« verpflichtet. Bis das Stück deutschdeutscher Normalität in der Bonner Regierungszentrale hängt, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen: Ex-Kanzler und Künstler vereinbarten für den Sommer weitere Sitzungen in Leipzig oder in Schmidts Feriendomizil am Brahmsee.

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