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PERSONALIEN Herbert Amry

aus DER SPIEGEL 33/1981

Herbert Amry, 42, Österreichs Botschafter in Beirut, erstritt sich für seinen Job in der umkämpften libanesischen Hauptstadt eine Gefahrenzulage. Nachdem Kollegen aus anderen Ländern entführt oder gar ermordet und die Wiener Botschaft von einer Rakete getroffen worden war, hatte Amry einen Aufschlag gefordert, weil er sich »täglich in akuter Lebensgefahr« befinde. Wien aber reagierte nicht. Der Diplomat wandte sich deshalb mit seinen Geldwünschen an den Verwaltungsgerichtshof. Dort billigten die Richter Amry wegen der bürgerkriegsähnlichen Zustände in Beirut eine Gefahrenzulage zu und setzten jetzt auch die Höhe fest: umgerechnet rund 450 Mark monatlich, zu zahlen rückwirkend ab Februar 1978.

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