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Hausmitteilung Herold

aus DER SPIEGEL 44/1980

Datum: 27. Oktober 1980 Betr.: Herold, Heym

Am Freitag nachmittag letzter Woche, 17.14 Uhr, erreichte die SPIEGEL-Redaktion ein Fernschreiben aus dem Bundeskriminalamt zu dem Beitrag von Rudolf Augstein »Der Sonnenstaat des Doktor Herold« (Seite 42). Es hat folgenden Wortlaut:

Sehr geehrte Herren,

ich habe erfahren, dass der SPIEGEL ein von der Zeitschrift »Transatlantik« (Nov. 1980) veröffentlichtes angebliches Interview mit mir verwerten will. Hierzu darf ich bemerken: Die »Transatlantik«-Veröffentlichung stellt einen eindeutigen Rechtsbruch dar. Aus dem Gespräch hätte - wie vorher schriftlich vereinbart worden war - nur mit meiner ausdrücklichen Billigung publiziert werden dürfen. Die Zustimmung wurde von mir nicht erteilt, weil der Sinngehalt meiner Aussage sich in dem Text nicht abbildet. Vielmehr wird der tatsächliche Gesprächsverlauf gröblich verfälscht. Der Text montiert einseitig und primitivierend - teils verkürzend, teils aus dem Zusammenhang nehmend - Passagen zu einer Dialogfolge, die nicht stattgefunden hat. Dagegen wird die von mir ausbedungene Darstellung des polizeilichen Standpunktes zu aktuellen Fragen, die den eigentlichen Gesprächsinhalt ausmacht, nur bruchstückhaft und missverständlich angedeutet.

Mit besten Grüssen

Dr. Herold, Präsident, Wiesbaden, Bundeskriminalamt

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