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Briefe

Herz und Sparkassenbuch
aus DER SPIEGEL 42/1972

Herz und Sparkassenbuch

(Nr. 40/1972, SPIEGEL-Titel über den Wahlkampf)

Wenn es wirklich um die letzte Stimme für die Koalition geht -- und die Koalition will ja weitermachen -, so zweifele ich daran, daß es ihr bewußt ist. Wie anders soll man das sehen, wenn sich die FDP wie eh und je stark macht, um auch Erststimmen für sich zu gewinnen, obwohl sie weiß, daß sie allenfalls der SPD diese wichtigen Stimmen ablagt, sie aber selbst mit Sicherheit kein Direktmandat damit gewinnt -- auch Rudolf Augstein gerade in Paderborn-Wiedenbrück nicht. Die FDP. die sich bewußt an eine gebildete Wählerschicht wendet, sollte ihren Wählern ebenso bewußt die Bedeutung der Erst- und Zweitstimmen für die Koalition klarmachen.

Hamburg EDGAR BRINKMANN

In Abwandlung einer amerikanischen Äußerung skizziere ich meine eigene Haltung wie folgt: Mein Herz sagt Brandt, mein Sparkassenbuch sagt Strauß.

Bad Homburg (Hessen) WERNER ALTPETER

Mußte der Regierung nicht mißtraut werden, wenn sie sich mehr am Beifall ausländischer Regierungen orientierte als daran, in Fragen, die alle Deutschen betreffen, überzeugende Mehrheiten hinter sich zu haben?

München WERNER FUCHS

Die Herrn Ministerpräsidenten Heinz Kühn unterstellte Aussage paßt wie die Faust aufs Auge für die Qualität Ihrer Berichterstattung über die politische Auseinandersetzung in der Bundesrepublik: Berge von Scheiße. Aus den einzelnen Artikeln spricht klar und deutlich die bittere Enttäuschung, daß es Ihnen bisher nicht gelungen ist, die deutsche Gesellschaft sozialisierungsreif zu schreiben.

Eschweiler (Nrdrh.-Westf.) GERARDO NIEMANN

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