Zur Ausgabe
Artikel 10 / 110
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Republikaner Hilfe von Neonazis

aus DER SPIEGEL 8/1994

Neonazi-Gruppen wollen die rechtsextremen Republikaner Franz Schönhubers bei der Bundestagswahl unterstützen. Bei einem Treffen in Sachsen haben führende Funktionäre der beiden verbotenen neonazistischen Parteien Deutsche Alternative und Nationale Offensive gemeinsam mit der Nationalen Liste aus Hamburg, gegen die ein Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht läuft, die Gründung von Wählerinitiativen für die Republikaner beschlossen. Die Neonazis wollten, so Christian Worch, führender Kopf der Nationalen Liste, im Wahlkampf »grimmig entschlossen wichtige Akzente setzen«. Die öffentlich auf Abgrenzung zur Neonazi-Szene bedachten Republikaner drohen den ungebetenen braunen Helfern mit juristischen Schritten. Worch stört das nicht: »Gegen Sympathiebekundungen ist Schönhuber rechtlich völlig machtlos.«

Zur Ausgabe
Artikel 10 / 110
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.