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Briefe

HILFSWERK
aus DER SPIEGEL 20/1966

HILFSWERK

Das Deutschlandgespräch zwischen SPD und SED ist sehr zu begrüßen, lange genug hat es gedauert, über die Bonner Schatten zu springen. Nur: Warum läßt die SPD nicht ihren besten Mann, Helmut Schmidt, in Chemnitz reden? Er allein ist fähig, mitreißend zu sprechen. Brandt ist kein guter Redner und Herbert Wehner sogar ein ausgesprochen schlechter, der einem die SPD vermiesen könnte.

München K. H. GRASSELT

Sie berichten, daß in der Sitzung des Parteivorstandes der SPD vom 13. April »einige Genossen, an ihrer Spitze Fraktionsgeschäftsführer Karl Mommer«, Bedenken gegen das Auftreten des Regierender Bürgermeisters von Berlin in Chemnitz angemeldet hätten.

- Ich habe an der besagten Sitzung überhaupt nicht teilgenommen;

- ich habe an keinem Ort Bedenken gegen das Auftreten Willy Brandts in Chemnitz gehabt und geäußert und im Gegenteil seit Beginn des Meinungsaustausches durch offene Briefe das Vorgehen der Parteiführung für ausgezeichnet und richtig gehalten.

Noch eine kleine Berichtigung: Die Sitzung des Parteirates, die am nächsten Tage stattfand und an der ich teilgenommen habe, fand nicht in der »Baracke«, sondern im Bundeshaus statt.

Bonn DR. KARL MOMMER

Mommer

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