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Hilft Springer?

aus DER SPIEGEL 5/1979

SPD-Schatzmeister Friedrich Halstenberg würde die »Hamburger Morgenpost«, die letzte große sozialdemokratische Tageszeitung, künftig »hebend gern« bei Axel Springer drucken lassen. Zum Jahresende läuft der Mietvertrag für die »Morgenpost«-Druckerei (Auer-Druck) aus, die Verluste in Millionenhöhe macht; ein Neubau aber wäre wegen mangelnder Auslastung unrentabel. Zwar hat Konkurrent Springer für die 303 000 täglichen »Morgenpost«-Exemplare keine Kapazitäten frei. Doch wenn sich kein anderer Ausweg findet, würde der Großverleger, wie Branchenkenner meinen, doch noch umdisponieren, um sich nicht vorwerfen zu lassen, er habe den letzten Rest an Pressevielfalt in Hamburg (Springer-Marktanteil: 82 Prozent) zerstört.

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