Zur Ausgabe
Artikel 81 / 83

Briefe

Hobby und Märchen
aus DER SPIEGEL 50/1971

Hobby und Märchen

(Nr. 48/1971, TV-Kassetten)

Der Artikel enthält eine Reihe sachlicher Fehler:

1. Die Vermutung, westdeutsche Ärzte schienen ·weniger auf audiovisuelle Fortbildung »begierig« zu sein, als »Springers Marktforscher« gehofft hätten, ist unzutreffend. Tatsache ist, daß bei den Vor-Akquisitionen mit »medicolloc«-»Programmen die durch die Marktforschung prognostizierte Abonnentenzahl nicht nur erreicht, sondern sogar überschritten wurde.

2. Es gibt keinen Anhaltspunkt dafür, daß bei Akquisition in vollem Umfang (die noch nicht begonnen hat) die von der Marktforschung vorgegebenen Marktanteile nicht erreicht würden. Die Bestellungen werden aller Voraussicht nach in den erwarteten Größenordnungen einsetzen, sobald genügende Mengen der von der Firma Foto-Quelle angebotenen Abspielgeräte für die Super-8-Kassetten zur Verfügung stehen. Das wird in nächster Zeit der Fall sein. 3. »medicolloc« ist nicht für den Facharzt -- wie der SPIEGEL vermutet -, sondern ausdrücklich für den praktischen Arzt konzipiert. Die Aussagen der Werbung lassen daran keinen Zweifel. Fachärzte -- etwa Gynäkologen. die der SPIEGEL als Beispiel nennt -- wären also atypische Abonnenten.

4. Unrichtig ist, daß es keinen Praktiker im Wissenschaftlichen Beirat von »medicolloc« gibt. Richtig ist vielmehr. daß neben dem Bundesvorsitzenden des Verbandes der Niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. med. Kaspar Roos, »weitere Mitglieder des Beirats zu den praktischen Ärzten zählen.

5. Auf dem Unterhaltungsgebiet können »medicolloc« -Kunden nicht nur Unter drei Programmen, sondern zur Zeit unter 42 Spiel-, Hobby- und Märchentiteln wählen.

6. Unrichtig sind die Angaben über die Bedingungen der Werbe-Einschaltungen. Richtig ist vielmehr, daß die Mindestlänge für Werbung 60 -- Sekunden beträgt, die DM 6000,- kosten.

Berlin HELLMUT CAWI Geschäftsführer der Ullstein AV

Zu 1: Prognosen, daß bis Ende dieses Jahres zwischen 3000 und 5000 »medicolloc«-Abonnenten geworben sein sollten, sind bei mehreren Springer-Veranstaltungen abgegeben worden. Bisher haben nur knapp 400 Ärzte »medicolloc« abonniert.

Zu 2: Dies ist reine Spekulation. kein Faktum.

Zu 3: Die »medicolloc«-Werbung lautet: »Das erste audiovisuelle Fortbildungs-Periodikum für Ärzte« -- sie enthält keinen Hinweis auf praktische Ärzte.

Zu 4: Daß es »keinen Praktiker« im Beirat gibt, hat der SPIEGEL nicht behauptet.

Zu 5: Daß »medicolloc«-Kunden »nur unter drei Unterhaltungsprogrammen wählen können, hat der SPIEGEL nicht behauptet. -- Red.

Zur Ausgabe
Artikel 81 / 83
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.