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Horst Köhler

aus DER SPIEGEL 22/2007

Horst Köhler , 64, Bundespräsident, im politischen Leben für seine Unbeugsamkeit bekannt, entzog sich auf seinem Staatsbesuch in Vietnam einer heiklen Situation durch Schweigen. Bei einem Besuch des berühmten Literaturtempels in Hanoi ließen sich Köhler und seine Frau Eva , 60, von einer Fremdenführerin über die Grundzüge des Konfuzianismus aufklären. Achtung vor dem Alter sei wichtig, erläuterte die Vietnamesin, Strebsamkeit im Leben und ständiges Lernen. »Das ist interessant, daran kann man sich ein Beispiel nehmen«, entfuhr es dem Präsidenten. Was Konfuzius denn über das Verhältnis der Geschlechter sage, erkundigte sich Köhler. Da sei der Meister eindeutig, sagte die Führerin: Die Frau solle das Geld mehren und ansonsten nicht zu viel reden. Nach einem kurzen Seitenblick auf seine Frau entschied sich Köhler, dies lieber unkommentiert zu lassen, und wechselte schnell das Thema.

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