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AFFÄREN »Ich war wie gelähmt«

Der im September 2009 von der HSH Nordbank gefeuerte Leiter der Filiale New York über den Verdacht, ein Pädophiler zu sein, und den Kampf um seinen guten Ruf
aus DER SPIEGEL 12/2011
Roland K.: leitete die New-York-Filiale der HSH Nordbank, als diese vor anderthalb Jahren ein Team in die USA schickte, um ihm die Kündigung auszuhändigen. Als die HSH-Leute Roland K. nicht antrafen, durchsuchten sie sein Büro und fanden auf seinem Computer ein Passwort und E-Mails, die zu Kinderporno-Fotos führten. Am selben Tag wurde Roland K. fristlos gefeuert. Heute ist für Ermittler in Amerika und Deutschland allerdings klar, dass ihm das Belastungsmaterial nur untergeschoben wurde und er Opfer, nicht Täter ist. Der Fall passt damit zu dem des früheren HSH-Vorstands Frank Roth, dessen Verhältnis zu Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher ebenso wie das von Roland K. als gestört galt. Die Bank hatte auch Roth fristlos gekündigt, hier mit der Begründung, es gebe Beweise, dass Roth interne Informationen an die Presse weitergereicht habe. Mittlerweile hat sich auch das als haltlos herausgestellt und die Bank Roth rehabilitiert. Im New Yorker Fall beteuert die HSH wie die an der Razzia beteiligte Sicherheitsfirma Prevent, keine Spur zu K. gelegt zu haben. Allerdings entlastet die Bank ihn nun vollständig vom Kinderporno-Verdacht und entschuldigt sich erstmals bei ihm. K. wollte sich zwar fotografieren lassen, aber nicht seinen vollen Namen nennen.

Roland K.: leitete die New-York-Filiale der HSH Nordbank, als diese vor anderthalb Jahren ein Team in die USA schickte, um ihm die Kündigung auszuhändigen. Als die HSH-Leute Roland K. nicht antrafen, durchsuchten sie sein Büro und fanden auf seinem Computer ein Passwort und E-Mails, die zu Kinderporno-Fotos führten. Am selben Tag wurde Roland K. fristlos gefeuert. Heute ist für Ermittler in Amerika und Deutschland allerdings klar, dass ihm das Belastungsmaterial nur untergeschoben wurde und er Opfer, nicht Täter ist. Der Fall passt damit zu dem des früheren HSH-Vorstands Frank Roth, dessen Verhältnis zu Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher ebenso wie das von Roland K. als gestört galt. Die Bank hatte auch Roth fristlos gekündigt, hier mit der Begründung, es gebe Beweise, dass Roth interne Informationen an die Presse weitergereicht habe. Mittlerweile hat sich auch das als haltlos herausgestellt und die Bank Roth rehabilitiert. Im New Yorker Fall beteuert die HSH wie die an der Razzia beteiligte Sicherheitsfirma Prevent, keine Spur zu K. gelegt zu haben. Allerdings entlastet die Bank ihn nun vollständig vom Kinderporno-Verdacht und entschuldigt sich erstmals bei ihm. K. wollte sich zwar fotografieren lassen, aber nicht seinen vollen Namen nennen.

Foto: JÜRGEN FRANK / DER SPIEGEL
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