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Briefe

»Ich will wirken in meiner Zeit«
aus DER SPIEGEL 44/2007

»Ich will wirken in meiner Zeit«

Nr. 42/2007, Kunst: Die Malerin Paula Modersohn-Becker wird zu ihrem 100. Todestag als Ausnahmeerscheinung gefeiert

Mit farbenfroher Atelierkunst, im Schatten ihrer malenden großen Männer stehend, und ihrer tragischen Lebensgeschichte kämpften Frida Kahlo und Paula Modersohn-Becker für die Frauenkunst. Doch es gibt sie auch noch, die große Kämpferin, die nicht auf verlorenem Posten stand, sondern äußerst erfolgreich nach der Krone des künstlerischen Ruhms griff. Sie war eine Deutsche, eine Zeitgenossin von Paula Modersohn-Becker, lebte im Brennpunkt ihrer Zeit in Berlin dort, wo die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entschieden wurde. Käthe Kollwitz war sich von Anfang an ihres künstlerischen Auftrags bewusst: »Ich will wirken in meiner Zeit.« Sie wurde mit 31 Jahren durch ihren Zyklus »Weberaufstand« berühmt und erhielt trotz Einwands des deutschen Kaisers für dieses Werk die Kleine Goldene Medaille. In einem Lebensabschnitt, als sich Modersohn-Becker mit einem »Wie schade« von dieser Welt verabschiedete, begann für die Mutter zweier Söhne ein unvorstellbarer Aufstieg in dem ausschließlich von Männern besetzten Kunstbetrieb des Deutschen Reichs.

BERLIN TATJANA STEPHANOWITZ

Was ist mit Gabriele Münter, die ein Gründungsmitglied des weltbekannten und die Kunst revolutionierenden »Blauen Reiters« war? Den meisten, wenn überhaupt, ist sie als Lebensgefährtin von Kandinsky bekannt. Gut, dass es Orte wie Worpswede und Murnau gibt, die beiden großen Künstlerinnen ein Denkmal setzen, und Redakteurinnen, die darüber schreiben.

TRIER ULF HEEB

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