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Briefe

IM KLASSISCHEN STIL
aus DER SPIEGEL 24/1960

IM KLASSISCHEN STIL

Als Ausländer dürfte ich mich in einem Streit über deutsche Grammatik nicht zu Wort melden. Doch muß ich Sie Ihrem Leser H. Sättele gegenüber in Schutz nehmen... Es handelt sich bei dieser Eigentümlichkeit der SPIEGEL-Sprache nicht um Manieriertheit; sie ist durchaus sinnvoll, und der SPIEGEL kann sich immerhin auf anerkannte Vorbilder wie Goethe und Schiller berufen.

Le Kremlin - Bicêtre (Seine) PAUL DEHEM

Es ist eine bodenlose Unverschämtheit, wenn Sie anderen Leuten vorwerfen, sie schrieben falsches Deutsch. Das Deutsch der Angegriffenen mag noch so schlecht sein, Ihrer Redaktionsmischpoke steht es unter keinen Umständen zu, Kritik zu üben, da Sie allesamt von A(ugstein) bis Z(acharias) seit Jahr und Tag uns nur Hottentottendeutsch oder »SPIEGEL -Chinesisch« vorsetzen. Ihr Verleger sollte seine ganze Journaille nochmal drei Jahre auf ein deutsches Gymnasium schicken, anfangend mit Obertertia, damit sie dort unter einem tüchtigen Deutschlehrer Stil, Satzbau und Wortstellung lernt.

Recklinghausen BERTRAM DOBERTY

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