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Jäger 90 Industrie fordert Nachschlag

aus DER SPIEGEL 5/1995

Zwischen dem Bundesverteidigungsministerium und dem Rüstungskonzern Daimler-Benz Aerospace (Dasa) gibt es neuen Streit um das Milliardenprojekt Jäger 90. Bei einem frostigen Gespräch auf der Bonner Hardthöhe warf Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU) dem Dasa-Chef Jürgen Schrempp vor, das Unternehmen verhalte sich so, als sei es an diesem Auftrag nicht mehr interessiert. »Bin ich der einzige, der das Flugzeug noch haben will?« fragte Rühe. Grund für den Zusammenstoß war die Forderung der Dasa nach einem »Nachschlag« von mehreren hundert Millionen Mark. Strittig ist, wer die Mehrkosten für die verzögerte Entwicklung tragen soll. Die Dasa will den Löwenanteil dem Bonner Verteidigungsministerium aufbürden; Ressortchef Rühe hatte verlangt, die Entwicklung zu einer billigeren Version »umzusteuern« und zu »verlangsamen«. Die Hardthöhe dagegen gibt der Industrie die Schuld an der Kostensteigerung bei dem umstrittenen Rüstungsprojekt.

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