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Ingeburg Lange

aus DER SPIEGEL 36/1987

Ingeburg Lange, 60, als Politbüro-Kandidatin Alibi-Frau der SED-Führung, und Horst Brasch, 64, ZK-Mitglied und Vizepräsident der Liga für Völkerfreundschaft der DDR, erfuhren, daß die Partei Unbotmäßigkeit bei den Kindern von Prominenten so schnell nicht verzeiht. Während der Sohn des früheren stellvertretenden Kulturministers, der Schriftsteller Thomas Brasch, nach Inhaftierung und Berufsverbot schon 1976 in den Westen kam, durfte die Lange-Tochter, Bachmann-Preisträgerin Katja Lange-Müller, 1984 ausreisen. Erst jetzt wurden die Übersiedler zu Unpersonen: Im neuesten Handbuch der DDR-Volkskammer fehlt bei den beiden Funktionären der bisher übliche Hinweis auf Familienstand und Kinder.

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