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Ingrid Matthäus-Maier,

aus DER SPIEGEL 37/1993

48, SPD-Finanzexpertin im Bundestag und Gegnerin eines »milliardenschweren« schnellen Umzugs von Parlament und Regierung nach Berlin, wurde von Berlin-Freunden rüde angegangen. Im ZDF-»Länderspiegel« bellte Autor Wolfgang Menge wie Motzki über die kostenbewußte Politikerin: »Das ist eine, die für mich gar nicht mehr in den Bundestag gehört, die gehört hinter Gitter.« Der gleichfalls anwesende Parteifreund und ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, wollte sich da »nahtlos an das anschließen, was Herr Menge gesagt hat«, und gab zu Protokoll, daß »andere Politiker« gebraucht würden als solche, die »in den Kategorien der rheinischen Republik das Denken gelernt haben«. Matthäus-Maier kommentierte die verbalen Attacken der Herren kühl: Den Berlin-Befürwortern seien »angesichts eines Schuldenbergs von 1,8 Billionen Mark« wohl die »Argumente ausgegangen«.

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