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Briefe

Instinktloses Säbelrasseln
aus DER SPIEGEL 31/1994

Instinktloses Säbelrasseln

(Nr. 29/1994, Außenpolitik: Deutsche Blauhelme in aller Welt?)

Die Bundeswehr darf nun alles. Was aber präzise soll sie? Sollen es werbewirksame, aber halbherzige und leider wenig effektive humanitäre Missionen sein und/oder eher eigennützige Aufträge im wohlverstandenen Interesse der Eingreifenden wie in Kuweit? Wenn unsere Demokratie noch einen Schuß Pulver wert ist, hören wir dies von den Parteistrategen noch vor der Wahl! *UNTERSCHRIFT: Burscheid DR. JUR. KARL ULRICH VOSS

Die militärischen Interventionen deutscher Soldaten in »out of area«-Gebieten, eingebunden in ein Mandat des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, verfassungsrechtlich abgedeckt (Artikel 24 GG) und durch die Legislative unterstützt, sind zur Verhinderung von Völkermord, Massenvergewaltigungen an Frauen und Kindern sowie zur Beendigung ethnischer »Säuberungen« durchweg zu begrüßen. *UNTERSCHRIFT: Bremen ANDREAS MÜLLER

Von jeher als Militaristen und Kriegsverbrecher diffamiert und aufgrund der heute noch geltenden, gegen Deutschland gerichteten Feindstaatenklauseln 53 und 107 der Uno-Charta kein gleichberechtigtes Mitglied der Uno, ist es einerseits eine Zumutung, von Deutschland militärische Einsätze zu fordern, wie eine Instinktlosigkeit der eigenen Politiker, schon wieder, wenn auch verhalten, mit dem Säbel zu rasseln. *UNTERSCHRIFT: Saarbrücken ERICH FRITSCH

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