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J. Seward Johnson

aus DER SPIEGEL 41/2003

J. Seward Johnson , 73, amerikanischer Künstler, hat sich auf die Neuinterpretation von Werken der Impressionisten spezialisiert - indem er sie in dreidimensionale, lebensgroße Skulpturen verwandelt. Jetzt erhielt er seine erste große Ausstellung in einem anerkannten Kunsttempel, in der Corcoran Gallery of Art in Washington. 18 seiner auf Renoir, van Gogh und anderen basierenden Werke sind dort bis zum 5. Januar 2004 zu besichtigen. Sammler, unter ihnen angeblich auch Arnold Schwarzenegger, zahlen bis zu 300 000 Dollar für eine Johnson-3-D-Replik. Johnson fühlt sich geschmeichelt: »Meine Werke wurden in Hotelhallen und auf Bürgersteigen ausgestellt, das ist jetzt der ganz große Vorhang.« Ein Kritiker der »Washington Post« nannte die Show indessen »die schlechteste Ausstellung«, die er je gesehen habe. Was den Meister nicht weiter bekümmert, da er es mit den figürlichen Versionen der Impressionisten, etwa mit Manets »Frühstück im Freien«, zum Multimillionär gebracht hat.

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