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Jacques Chirac

aus DER SPIEGEL 19/2007

Jacques Chirac , 74, scheidender französischer Staatspräsident, hinterlässt bei seinem Auszug aus dem Elysée-Palast am 16. Mai ein Finanzrätsel, aus dem der sozialistische Abgeordnete und Finanzexperte René Dosière »auch in fünf Jahren Nachforschung« nicht schlau geworden ist. Klar wurde ihm jedoch, dass der Neo-Gaullist das offizielle Palaisbudget seit 1995 um beeindruckende 798 Prozent auf 32 Millionen Euro gesteigert hat. Als Einkommen gibt Chirac ein Monatssalär von 6750 Euro an, tatsächlich kommt er mit diversen Pensionen auf 37 000. Sein Privatschloss Bity in der Corrèze, das er praktisch nie besucht, wird rund um die Uhr von 37 Gendarmen bewacht - Kosten für den Steuerzahler: zwei Millionen pro Jahr. Voll zugelangt hat auch Gattin Bernadette, obwohl sie überhaupt keine offizielle Funktion hat. Sie gebot aus einem Büro mit 260 Elysée-Quadratmetern auf Staatskosten über - so das französische Blatt »Capital« - 21 Bedienstete, darunter sechs Sekretärinnen und zwei Chauffeure. Genosse Dosière pikiert: »Zustände ohne Beispiel in Westeuropa.«

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