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Jacques Chirac,

aus DER SPIEGEL 50/1998

66, französischer Staatspräsident, half Bundeskanzler Gerhard Schröder aus der Verlegenheit. Beim deutsch-französischen Gipfelauftakt vergangenen Montag abend in der Babelsberger Marlene-Dietrich-Halle überreichte Gastgeber Schröder dem Präsidenten zwei altjapanische Porzellanteller. Man habe den privaten Leidenschaften Chiracs nachgeforscht, um ihm ein ganz privates Geburtstagspräsent zu machen. »Leider«, so Schröder, habe der Protokollchef vergessen, ihm den Zettel mit den näheren Erläuterungen »in die Tasche zu stecken«. Der so Beschenkte bedankte sich herzlich ("Grand merci, Gerhard") und half Schröder als Kenner und Sammler antiker Kunstschätze aus der Klemme: Ihm seien die Teller sehr wohl bekannt, es »handelt sich um zwei Porzellanteller der Edo-Dynastie«.

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