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Jörg Schwäblein,

aus DER SPIEGEL 26/1992

40, CDU-Fraktionschef im Thüringer Landtag, erhielt jüngst ein Abwerbeschreiben von der Schwesterpartei, der Deutschen Sozialen Union (DSU). »Sollten Sie Anlaß zu Gewissensnöten in einem reformunfähigen Umfeld haben«, buhlte darin der stellvertretende Bundesvorsitzende der DSU, Armin K. Haas, für seine Rechtsaußen-Partei, »steht Ihnen die DSU als Alternative innerhalb der Union jederzeit offen.« Die Antwort des Christdemokraten an die ungeliebte Schwesterpartei fiel vernichtend aus. Die DSU habe mit der Aufnahme von ehemaligen SED-Kreisleitungen »endgültig ihre Unschuld verloren«. Haas sei ein »politischer Leichenfledderer«, zürnte Schwäblein, »der gescheiterte Existenzen aufsammeln will«.

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