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Johanna Grotewohl

aus DER SPIEGEL 12/1964

Johanna Grotewohl, 49, zweite Ehefrau und ehemalige Privatsekretärin von Otto Grotewohl, 70, der an Leukämie leidet und deshalb seit November 1960 sein Amt als DDR-Ministerpräsident nicht mehr ausübt, stellte anläßlich des 70. Geburtstages Grotewohls der Ostberliner Illustrierten »Freie Welt« ein Bild zur Verfügung, auf dem sie ihren Mann mit einer von ihm gemalten Kopie des Rembrandt -Bildes »Mann mit dem Goldhelm« photographiert. Frau Grotewohl über die Malkünste des gelernten Buchdruckers und späteren Präsidenten der Landesversicherungsanstalt in Braunschweig, der als Sozialdemokrat 1933 von den Nazis entlassen worden war: »Die Goldhelm-Kopie entstand in der Illegalität, während des Faschismus. Das Kopieren berühmter Gemälde und das Photographieren waren in dieser Zeit eine Möglichkeit für ihn, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.«

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