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John F. Kennedy und die Deutschen

aus DER SPIEGEL 49/1964

Der ehemalige Sonderberater des US-Präsidenten Kennedy, Theodore Sorensen, der zur Zeit eine Kennedy-Biographie schreibt, äußerte sich in einem Interview über Kennedys Verhältnis zu den Deutschen:

Seine Beziehungen zu Deutschland und den Deutschen waren nicht anders als die zu anderen Völkern. Einige Deutsche mochte er, andere mochte er nicht. Mit einigen deutschen Politikern hat er gern zusammengearbeitet, mit anderen weniger gern.

Seine Reise in die Bundesrepublik und nach Berlin gehörte ganz sicher zu den Höhepunkten seiner Präsidentschaft. Während dieser Reise und auch danach hat er oft von der Wärme gesprochen, mit der er dort aufgenommen worden war, und von den vielen Gemeinsamkeiten, die Deutsche und Amerikaner verbinden.

Als er in West-Berlin ins Flugzeug stieg - daran erinnere ich mich noch gut -, sah er mich an, schüttelte den Kopf, lächelte und sagte: »Einen solchen Tag werde ich wohl nie wieder erleben.« Er hat recht gehabt.

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