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Josef Thorak

aus DER SPIEGEL 22/1948

Josef Thorak, einer von Hitlers Steinmetzen, wurde von der Münchener Spruchkammer für »nicht betroffen« erklärt. Vor Hitlers Aera bekam er schon den großen Staatspreis der Türkei, seine Ehe mit einer russischen Jüdin sei 1933 nur der Form halber geschieden worden. 1939 emigrierte Frau Thorak dann allerdings doch allein in die Schweiz und nach England. Thorak sei den Ideen der Partei immer fern geblieben, das 10 Meter hohe Prunkatelier sei auf Veranlassung Hitlers ohne Thoraks Zutun gebaut worden. Heute lebt der Bildhauer, der angeblich nur einmal einen Parteiauftrag ausführte, auf seinem Landsitz Hartmannsberg in Oberbayern. Staatskommissar Auerbach erhob Einspruch gegen die Entnazifizierung Thoraks.

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