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Jürgen Alberts,

aus DER SPIEGEL 29/1993

47, Schriftsteller aus Bremen, fand eines seiner Werke schamlos von der Wirklichkeit kopiert. Alberts hat die Handlung seiner bisher sechs Kriminalromane in seiner Heimatstadt angesiedelt und die Akteure, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, naturgetreu nachgezeichnet. Von der Erwähnung in den Krimis ist die feine Gesellschaft der Hafenstadt so geschmeichelt, daß Alberts schon gefragt wurde, was »man denn tun müsse, um in den Büchern vorzukommen«. So blättern die Bremer jetzt aufgeregt in Alberts jüngstem Werk »Tod eines Sesselfurzers«, das in Senatskreisen spielt. Bei einem Empfang wurde der Autor nun von Ex-Bildungssenator Horst-Werner Franke beiseite genommen. Der gestand freimütig, in einem Alberts-Krimi von den Tricks gelesen zu haben, mit denen er die Ehrendoktorwürde der Uni Bremen für einen hochrangigen Wirtschaftsboß durchgepaukt habe - eine Mauschelei ersten Grades, ausgeheckt in einem Cafe. Alberts: »Die Szene war von mir erfunden. Aber Franke erklärte völlig verblüfft: ,So war es wirklich.'«

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