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Jürgen Scharf

aus DER SPIEGEL 12/2001

Jürgen Scharf, 48, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt und Kreisvorsitzender seiner Partei in der Landeshauptstadt Magdeburg, ließ sich bei dem Versuch erwischen, Meinungsumfragen zu manipulieren. In einem Rundschreiben (Überschrift: »Umfragen ernst nehmen") an seine CDU-Mitglieder forderte er sie »eindringlich« auf, sich an Umfragen zu beteiligen, »damit wir für die CDU günstige Ergebnisse erzielen können«. Scharf hatte auch gleich einen konkreten Vorschlag: »Als jüngstes Beispiel bitte ich Sie, sich unter der Internet-Adresse www.generalanzeiger.de Ihre Stimme zur OB-Kandidatur abzugeben.« Doch die Stimmungsmache für den CDU-Kandidaten Ernst-Ulrich Pfeifer zur OB-Wahl am 6. Mai nutzte nichts. Die Redaktion des Anzeigenblatts »Magdeburger General Anzeiger« bemerkte, dass ihre Homepage mit der Umfrage allzuhäufig von stets den gleichen Rechnern aus angeklickt wurde. Sie beendete die Umfrage daraufhin, ohne irgendwelche Ergebnisse zu veröffentlichen.

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