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PERSONALIEN Jürgen Warnke

aus DER SPIEGEL 39/1983

Jürgen Warnke, 51, Bonns christsozialer Entwicklungshilfeminister, mußte bei seinem Indien-Besuch als Zeichen besonderer Gunst eine hinduistische Kulthandlung über sich ergehen lassen. Nach dem Besuch einer Fabrik in Hardwar bei Neu-Delhi hatten die Gastgeber Warnke und dessen Ehefrau Elke, 41, an den Ganges geführt, wo gläubige Hindu-Pilger im heiligen Fluß rituelle Waschungen vornehmen, Opferhandlungen zelebrieren und das schmutzig-trübe Wasser des Flusses trinken. Wie gewünscht opferte auch Warnke den Göttern Kokosmilch (Photo links) und ließ symbolische Waschungen an sich vollziehen (r.). Doch als der Deutsche einen Becher der braungelben Gangesbrühe trinken sollte, täuschte er den kräftigen Schluck nur vor. Warnke setzte den Becher zwar an, ließ die Lippen aber geschlossen - das Naß rann statt in den Mund über Gesicht und Hals in den Hemdkragen.

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