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PARTEIJUGEND II Junge gegen 68er

aus DER SPIEGEL 37/1997

Junge Mitglieder der Grünen greifen die herrschende Generation der Achtundsechziger in ihrer Partei an. In einem Papier mit dem Titel »Start in den Staat des 21. Jahrhunderts« rechnen unter anderen der hessische Landesgeschäftsführer Jens Kröcher, 24, die Landtagsabgeordneten Tarek Al-Wazir, 26, und Ronja Perschbacher, 25, Mathias Wagner, 23, sowie der Bundestagsabgeordnete Matthias Berninger, 26, mit den »Parteihochwürden« ab.

Der Nachwuchs fürchtet, daß die Altvorderen sich im kommenden Jahr »zum 30jährigen Jubiläum die Storys ihrer Revolte erzählen«, statt 1998 als »Chance zum Regierungswechsel zu begreifen und zu nutzen«.

Neue Ideen würden von der parteiinternen »Linienpolizei« selten auf Chancen geprüft, sondern reflexartig als »Verrat an grünen Idealen« gegeißelt. Gerade bei Themen wie Arbeit, Selbständigkeit oder Bildung sei die Innovationsbereitschaft der Bürger weit größer, als es die Alten mit ihrer »Öffentlichen-Dienst-Mentalität« wahrhaben wollten.

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